Gesunde Zähne, Ein Leben lang!

Wer seine Zähne von Kindesbeinen an pflegt, hat auch noch als Groß- Mutter Vater Freude daran. Das heutige Wissen über die perfekte Zahnpflege, sowie die gesündere Ernährung haben dazu beigetragen, dass viele Menschen ihre eigenen Zähne bis ins hohe Lebensalter behalten können.

Dazu gehört aber:

  • Früh übt sich: kurz nach dem Zahnen müssen die Milchzähne schon zuerst mit einem Wattestäbchen, später mit einer weichen Kinderzahnbürste geputzt werden nach dem Motto“ Morgens, mittags, abends, nach jedem Essen, Zähneputzen nicht vergessen.“
  • Welche Zahnbürste? Der Bürstenkopf sollte nicht zu groß sein, etwa 2cm, damit alle Zahnflächen problemlos erreicht werden können. Die Bürste regelmäßig wechseln, am besten monatlich! Abstehende Borsten können das Zahnfleisch schädigen, ebenso zu harte Bürsten.
    Mit Handbürsten lässt sich in der Regel eine ausreichende Zahnpflege durchführen. Für viele Mensche bieten elektrische Zahnbürsten allerdings mehr Komfort.
  • Putztechnik: Die goldene Regel ist: von Rot nach Weiss mit sanften Druck  nach gleichbleibenden Schema mindestens Zwei Minuten lang.
  • Zahnpasta: Die Zahnpasta sollte beim Erwachsenen unbedingt Fluoride enthalten. Die Putzkörper einer Zahnpasta sollten nicht zu groß sein da sie sonst die Zahnhartsubstanz abreiben.
  • Weitere Pflegehilfsmittel: Die Zahnseide, die die Zahnzwischenräume reinigt die die Zahnbürste nicht erreicht. Zahnzwischenraumbürstchen, dienen zur Reinigung weiterer Zahnzwischenräume.



Parodontitis

Harmlos? oder eine Gefahr für den ganzen Organismus?

Zahnfleischentzündungen (Gingivitis ) können ganz harmlos mit etwas geröteten, geschwollenem Zahnfleisch beginnen, das vielleicht beim Zähneputzen oder beim Essen blutet. Solche Entzündungen entstehen häufig durch bakteriellen Zahnbelag infolge unausreichender Mundhygiene, aber sie können auch durch hormonelle Umstellungen in der Pubertät, Schwangerschaft, Rauchen und Stress verursacht werden. Sind die ersten Alarmzeichen bereits vorhanden wird von vielen Menschen aus Angst vor Schmerzen oder Blutungen das Zahnfleisch geschont, wodurch die Situation noch verschlechtert wird. Zahnstein lagert sich ab, schiebt sich unters Zahnfleisch, Bakterien können ungehindert das Zahnfleisch passieren und in den Zahntaschen vermehren. Die Entzündung greift schließlich auf den Knochen über und schädigt auch den Bandhalteapparat, was zur sogenannten Parodontitis führt. Jetzt ist zahnärztlichen Handeln unbedingt erforderlich, da eine unbehandelte Parodontitis  einerseits unweigerlich zum Zahnverlust führt, andererseits können sich die Bakterien über die Blutbahn im ganzen Organismus ausbreiten. Die Abwehrkräfte der Körpers werden geschwächt und das Risiko für Herz-Kreislauf- Erkrankungen und Diabethes erhöht.

Da die Parodontitis meistens schleichend über mehrere Jahre fortschreitet werden die Warnsignale vom Patienten oft übersehen. Üblicherweise lässt sich die Parodontitis bis auf einige agressive Formen ganz gut therapieren. Als ersten Schritt wird nach genauer Anamnese und Inspektion eine professionelle Mundhygiene durchgeführt, bei der der Zahnstein entfernt und die Zahnfleischtaschen gesäubert  werden. Politur, Fluoridierung sowie genaue Instruktionen über die häusliche Mundhygiene und engmaschige Kontrollen vervollständigen die professionelle Zahnpflege. In schweren Fällen wird die Behandlung auch durch Gabe von Antibiotika unterstützt.

Tipps die eine Parodontitis vorbeugen: Kindern vom ersten Zahn an täglich Zähne putzten; Alarmsignale (Zahnfleischbluten ,Mundgeruch, Zahnfleischentzündungen) nicht ignorieren!, Zähne putzen!, Mundhygiene.

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Dr. med. univ
Anita Elmauthaler

Fachärztin für Zahn-,
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